Die Kraniosakrale Osteopathie ist eine sanfte doch tiefgreifende manuelle Therapie. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte der Osteopath Dr. Sutherland die feine Bewegung der Schädelknochen (Cranium), die sich über die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (Sacrum) und Steißbein fortsetzt und unter anderem für die Verteilung der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit sorgt.
Die kraniosakrale Bewegung erfolgt regelmäßig, ca. 8-12 Mal pro Minute, man spricht vom Kraniosakral-Rhythmus. Die Bewegungs-amplitude ist sehr gering, lässt sich aber vom ausgebildeten Kraniosakral Therapeuten ertasten.
Blockaden in der Beweglichkeit der einzelnen Schädelknochen (22 Knochen plus die Zähne) entstehen manchmal bereits bei der Geburt, später durch Unfälle, Zahnbehandlungen etc.. Länger andauernder Stress oder psychische Traumata behindern ebenfalls die Kraniosakral-Bewegung.
Bei der Behandlung werden die Knochen und Hirnhäute und damit ebenfalls die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) auf sanfte Weise, mit minimalstem Druck oder Zug dabei unterstützt, ihr gesundes Bewegungsmuster wieder aufzunehmen. Einschränkungen in der Bewegung haben gravierende Auswirkungen auf den gesamten Organismus, schließlich liegen neben dem Gehirn auch die übergeordneten Hormondrüsen in diesem Bereich. Entsprechend vielfältig sind die Beschwerden, die bei einer Blockade entstehen und mit Kraniosakral Therapie erfolgreich und dauerhaft behandelt werden können.