Es gibt, aus meiner Sicht, zwei zentrale Prinzipien:
Bewegung und Beziehung:
•    Alles in der Welt der Dinge ist in Bewegung. Es gibt nur ein Ruhendes, das TAO, den stillen Urgrund aller Dinge, aus dem heraus die „1000 Dinge“ entstehen (Tao Te King). Das Yin-Yang-Zeichen symbolisiert das deutlich. Wie eine Welle ist die Trennlinie, mal ist die Yin Energie stärker, dann wieder schwindet diese Energie und die Yang-Energie wird stärker.
•    Alles steht mit allem in Beziehung. Das können Sie schön am Konzept der fünf Wandlungsphasen erkennen. Während wir im Westen von vier Elementen ausgehen, die im Wesentlichen von einander getrennt sind, sprechen die Chinesen von fünf Wandlungsphasen: Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Diese stehen miteinander in Beziehung, sie nähren einander, z. B. nährt Wasser das Holz, sie halten einander im Zaum, z. B. Wasser das Feuer oder greifen einander an.
Diese Wandlungsphasen können Sie sich als übergeordnete Prinzipien vorstellen, die sich auf allen Ebenen des Seins zeigen, in den kosmischen Rhythmen wie Jahreszeiten und dem circadianen Rhythmus genauso wie im menschlichen Körper, den Organen, dem Meridiansystem und der Psyche, in Farben, Geruch, Geschmack.